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Weihnachtsfeier
Posaunenchor Neunstetten komprimiert03

Ein Bericht von Peter Reichert (BSK)

Rund 150 Bewohner, Mitarbeiter und Gäste füllten den festlich dekorierten Ergo-Saal bei der Weihnachtsfeier im Eduard-Knoll-Wohnzentrum.

Andreas Lindner, Mitglied im Vorstand des Bundesverbandes Selbsthilfe Körperbehinderter übermittelte die Grüße des Gesamtvorstandes und dankte allen Mitarbeitern für ihren engagierten und selbstlosen Einsatz, „der uns Bewohner ein wenig selbstbestimmtes Leben trotz Behinderung ermöglicht“. Zum Jahr der Chancengleichheit bilanzierte Lindner „Auch unser Verband hat in den zurückliegenden 12 Monaten an vielen Fronten für die Gleichstellung gekämpft, um eure Rechte durchzusetzen“.

In seiner Ansprache appellierte Norman Weyrosta, Geschäftsführer der Einrichtung: „Um die pflegerische Betreuung mit dem gegenwärtigen Personalstand  auch in Zukunft sicherzustellen, ist ein sparsamer Umgang mit den Ressourcen durch Mitarbeiter und Bewohner notwendig“  Den Anlass für den Aufruf zum sorgsamen Umgang mit Strom und Heizung sind die in den vergangenen fünf Jahren um fast 30 Prozent gestiegenen Energiekosten, ohne dass es dafür eine Pflegesatzerhöhung gab.

„Damit wir auch künftig konkurrenzfähig sind, müssen neue Wohnformen und Pflegeangebote geschaffen werden“, bemerkte Weyrosta. „Krautheim bietet dafür beste Voraussetzungen, da die Infrastruktur hier weitestgehend barrierefrei ist“.

Gedacht ist an ein Ausbau der betreuten Wohnes für Einzelpersonen und Paare, aber auch Wohngemeinschaften werden insbesondere von jüngeren Menschen mit Behinderung gewünscht. „Gerade eine Selbsthilfeorganisation wie der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. sollte durch seine Einrichtungen solche Angebote bereitstellen können“ , so Weyrosta.

 

Scheckübergabe komprimiert02
Theaterstück komprimiert02

Um ein solches Projekt am Standort Krautheim durchzuführen, ist auch eine verkehrstechnische Anbindung an die Städte mit rollstuhlgeeigneten ÖPNV-Bussen erforderlich. „Das aktuelle Problem ist ein EU-Erlass, der die Mitnahme von nur noch einem Rollstuhl je Bus vorsieht. Das wäre für uns ein Rückfall in die Achtziger Jahre“, stellt Weyrosta fest.

Bürgermeister Andreas Köhler griff in seinem Grußwort dieses Problem auf und sicherte Unterstützung zu: „Wir werden das Beförderungsproblem mit den politischen Entscheidungsträgern und dem Landratsamt besprechen“.Kurzweilig wurde es mit dem Auftritt der Theatergruppe des Wohnzentrums, die mit ihrer modernen Inszenierung der Weihnachtsgeschichte viel Applaus ernteten.

Für die musikalische Gestaltung der Weihnachtsfeier sorgten der Mitarbeiter- und Bewohner-Chor des Eduard-Knoll-Wohnzentrums unter der Leitung von Hanna Herbricht, der Posaunenchor Neunstetten sowie das Trio Sabine Schüll (Cello), Brigitte Everling (Gitarre, Altblockflöte) und Hans-Jürgen Heckmann (Mundharmonika).

Einen Scheck über 250 Euro aus dem Erlös des Flohmarktverkaufes überreichten Andreas Brandenburger und Sabine Schüll an Norman Weyrosta.

weitere Bilder von der Weihnachtsfeier finden Sie hier ... - hier klicken -

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